— lebt und arbeitet in Leipzig
seit 2022 Art Director SENEC GmbH — 2017 – 2022 Brand Designer, Glashütte Original, Glashütte i/SA — 2010 – 2016 Mitglied im Bund Bildender Künstler (BBKL) — Mitglied im Berufsverband der Kommunikationsdesigner (BDG) —
2015/16 Art Director bei Westend-PR, Leipzig — 2014/15 AD bei köckritzdörrich Brand & Corporate, Stuttgart — 2012 Diplom — 2007 Studium Kommunikationsdesign, Kunsthochschule Halle — 2004 Studium der Malerei/Grafik, Kunsthochschule Halle
Ich lebe und arbeite in Leipzig. Gerne. Eigentlich komme ich aus Mecklenburg. Ein Stück davon ist immer
mit dabei. In mir und
in meinen Arbeiten.
Ulrike Schuckmanns Arbeiten entstehen im mit morbidem Fliesencharme vergangener Tage ausgestatteten Atelier im Tapetenwerk der alten Leipziger Tapetenwerkfabrik.
Hier finden wir eher einen stillen, in sich lotenden Entstehungsduktus – im ersten Moment – bei längerem Betrachten der fast minimalistisch anmutenden Zeichnungen offenbart sich aber ein innerer Gefühlsstrudel, der bis zum emotionalen Vulkan ausarten kann, verstärkt oder zurückgenommen durch gebrochene Weißtöne.
Zeigt sich Ulrike Schuckmann im Bleistiftstrich sensibel detailliert und ausdrucksstark, offenbart sich im unwillkürlichen Entstehen ihrer Collagen und Mischtechniken ein gewisser Nachdruck ihrer innerlichen Befindlichkeiten bis hin zum aggressiven, zerstörerischen oder schmerzhaften Ausbrechen einer seelischen Zerrissenheit. Farbe oder Strichführung zeigen dann wiederum weich und empfindsam, im gleichen Bild Harmonien und die Reflexion von Sehnsuchtswelten.
Und in diesem Wechselspiel von Leichtigkeit, anmutender Zerbrechlichkeit und unergründlicher Schwere liegt der magische Aspekt in den Arbeiten Ulrike Schuckmanns. Auch hier spricht das zutiefst Weibliche, das instinktive Erfassen äußerer Umstände in der Reflexion auf Gefühle und Bedürfnisse, wie ein sensibles Ausschlagen einer »Inneren Kompassnadel«!
Sie schraffiert, verklebt, erhöht, versenkt, lässt blühen und verderben, Hände suchen nach Greifbarem und eine fast überall zu findende nackte, schutzlose Gestalt nimmt nie Kontakt mit dem Außen, dem Betrachter auf, lässt sich auf keine Konfrontation ein, bleibt ganz in sich selbst und ihren Visionen.
Landschaften, Stillleben, Stadtansichten zeigen und offenbaren trotz ihrer anmutenden Ruhe oder fast unheimlichen Stille Widersprüche.
Schon in der Pinsel oder Strichführung zeigen sich organische Strukturen, Symbolik und figürliches letztlich in Labyrinthe verstrickt. Auf anderen Blättern werden freie unbeherrschte, exzessive Ausbruchsimpulse durch strenge, scheinbar gefasste geometrische Formen gebannt und scheinen so letztlich das emotionale Herausbrechen aufzuhalten. Farbige Akzente, zurückhaltend oder vordergründig, punktuell oder flächig beeinflussen diesen Ausdrucksgedanken.
Ein Kräftekampf erscheint im Gegenüber von Licht und Schatten, die Künstlerin assoziiert es eher mit »Strömungsvergleich«, Begriffe wie »oben und unten« verschwimmen und manifestieren sich in scheinbar dreidimensionalem Wirkunsradius.
Ulrike Schuckmanns entstandene Werke bleiben immer ganz bei sich selbst und geschlossen, faszinieren durch würdevolle Erhabenheit.
{Ina Kuban, Galeristin und Kunsthistorikerin, Leipzig, 2011}
Ulrike Schuckmanns Bilder erinnern mich an melancholische Reisen in die Vergangenheit. Der Zug fährt vorbei an vertrauten Landschaften – verschollene Momente und zufällige Bilder tauchen auf. Die Geschwindigkeit der Fahrt wirkt fließend und gleichmäßig. Allen Reisenden ist das Fahrtziel bekannt. »Natürlich geht es um die Poesie der Vergänglichkeit«, antwortet die Schaffnerin.
Als ich einstieg war es noch Herbst gewesen. Ich klopfe nun das modrige Laub aus meinem Mantel. Die anderen Reisenden sind pikiert. Beim Blick aus dem Fenster verschmelzen die einsamen Orte und Landschaften durch die Fahrtbewegung zu graphischen Linien und Schraffuren – manchmal nur durchbrochen von malerischen Akzenten.
Die besondere Qualität in den künstlerischen Arbeiten von Ulrike Schuckmann liegt in der Ambivalenz von graphischer Abstraktion und organischer Gegenständlichkeit.
{Prof. Georg Barber / ATAK, Künstler, Berlin, 2010}
»Vom Suchen und Finden im Unterholz der Kunstzonen – Das Werk Ulrike Schuckmanns.«
»Man darf gespannt sein, in welches Paralleluniversum Ulrike Schuckmann den Betrachter mit ihren Bildern noch verführen wird.«
{Prof. Rainer Schade, Künstler, Leipzig, 2009}
Ulrike Schuckmann’s works originated in the studio of a wallpaper factory, equipped with the morbid tiling charm of bygone eras, in Leipzig’s old Tapetenwerkfabrik.
Here we find a rather tranquil, self-exploring emergent style – at first – upon longer contemplation of the apparently minimalist drawings, an inner whirlpool of feelings reveals itself however, which can degenerate into a volcanic emotional eruption, enhanced or diminished by broken shades of white.
If Ulrike Schuckmann shows herself as sensitively explicit and bold in pencil strokes, the spontaneous creation of her collages and the use of mixed media reveals a certain emphasis on her deeper sensitivities right up to an aggressive, destructive or painful eruption of an inner spiritual turmoil. Then however, colour or brushstrokes tenderly and sentimentally display harmonies and the reflection of fantasy worlds in the same picture.
And in this fluctuation of lightness, delicate fragility and apparent heaviness lies the magical facet of Ulrike Schuckmann’s works. Also here the profound femininity, the instinctive understanding of external circumstances in the expression of feelings and needs, are like a sensitive deflection of an »inner compass needle«!
She shades, sticks together, enhances, buries, lets it flourish and deteriorate; hands grasping for the tangible and an almost engulfing naked, defenceless shape not establishing contact with the outside, the observer; does not engage in any confrontations; stays totally within herself and her visions.
Landscapes, still lives, townscapes show and reveal contradictions despite her seeming tranquillity or almost uncanny silence.
Already in the brushwork and lines organic structures, symbolism and the figurative show themselves ultimately entangled in the labyrinth. On other sheets free unrestrained excessive escaped stimuli are mesmerised to apparently calm geometric forms and thus seem to ultimately restrain the emotional outburst. Colourful accents, contained or superficial, selective or two-dimensional influence this idea of expression.
A power struggle appears in the contrast of light and shade, the artist rather associates it with »flow comparison«, expressions such as »above and below« become blurred and manifests itself in an apparently three-dimensional radius of activity.
The works of Ulrike Schuckmann remain completely within themselves and closed - fascinating through dignified grandeur.
{Ina Kuban, Gallery owner and art historian, Leipzig, 2011}
Ulrike Schuckmann’s pictures remind me of melancholic journeys through the past. The train goes past familiar landscapes – forgotten moments and random images surface. The tempo of the journey seems fluid and smooth. All travellers are acquainted with the destination. »Of course it has to do with the poetry of mortality«, the conductress answers.
It was still autumn when I embarked. I now shake the mouldy leaves from my coat. The other travellers are piqued. Looking out of the window, lonely places and landscapes merge into graphic lines and shading due to the riding motion – sometimes only interrupted by picturesque accents.
The extraordinary quality in the artistic works of Ulrike Schuckmann lies in the ambivalence of graphic abstracts and organic representationalism.
{Prof. Georg Barber / ATAK, Artist, Berlin, 2010}
»from searching and finding in the underbrush of the art world- the work of Ulrike Schuckmann«
»One can only look forward to which parallel universe Ulrike Schuckmann will still allure the observer with her pictures.«
{Prof. Rainer Schade, Artist, Leipzig, 2009}